Elchtest gleich doppelt bestanden


Da hat‘s sogar Aksel Lund Svindal die Sprache verschlagen ... / GEPA

Eigentlich unglaublich oder um es mit einem etwas umgewandelten Zitat des legendären Julius Caesar zu sagen – veni, vidi, vici. Er kam, sah und siegte – fast. „Ich habe fast nie Schwierigkeiten, etwas zu sagen. Aber das war doch überraschend“, sagte mit Aksel Lund Svindal jener Mann, der wirklich so gut wie nie um Worte verlegen ist.

Aber dieser Moment hatte dem 33-jährigen Ski-Star aus Norwegen die Sprache verschlagen. Der Grund war Rang zwei im Super-G von Val d’Isère, im ersten Speedrennen der Weltcupsaison, 314 Tage nach dem schweren Sturz in der Kitzbühel-Abfahrt, der mit mehreren Bänderrissen geendet hatte.

Lange schien unklar, wie gut Svindal drauf ist. Doch wie schon beim Comeback 2015 nach dem Achillessehnenriss war der fünffache Weltmeister auf Knopfdruck zurück und stahl damit sogar dem Sieger, Landsmann und guten Freund Kjetil Jansrud die Show.

„Ich habe nicht gewusst, wie lange es dieses Jahr dauern wird, bis ich richtig fahren kann. Dass ich vor Weihnachten noch zurückkomme, stand ja auch noch nicht lange fest“, sagte Svindal. „Ich habe nicht daran gedacht, ein Rennen zu gewinnen, sondern daran, dass das Skifahren geht. Und wenn ich sage, dass wir das beste Team der Welt sind, dann denke ich nicht nur an die Ergebnisse. Ich wollte nie irgendwo anders sein.“

Dem pflichtete Jansrud bei, der sein 15. Weltcuprennen gewinnen konnte. „Ein perfekter Tag. Es war ein überraschend schwieriger Super-G“, erzählte Jansrud. Und der 31-Jährige ergänzte: „Aksel und ich auf eins und zwei, das ist unglaublich. Das darf man sich aber nicht in jedem Rennen erwarten.“