Kultverein feierte den Hunderter


Erinnerungen an die 1990er - Roland Kirchler und Michi Streiter / Foto: Parigger

Feste muss man feiern, wie sie fallen, und ein „Hunderter“ ist ein würdiger Anlass für einen ganz besonderen Rahmen. Noch dazu mit dieser durchaus beeindruckenden sportlichen Historie. Zehn Meistertitel, sieben ÖFB-Pokalsiege, dritt-erfolgreichster Verein Österreichs, bester Bundesländerklub, 1987 im UEFA-Cup-Halbfinale, 1978 im Viertelfinale des Meisterpokals, Mitropacup-Sieger 1975, 1976 – es gab einiges zu feiern in der bewegten Geschichte des FC Wacker Innsbruck.

Der Stern im Vereinslogo ist Beleg dafür, dass im Land der Berge insgesamt zehn Meistertitel – unter welchem Vereinsnamen auch immer – zu Buche stehen. Ob die Koncilia-Brüder, Kriess, Pezzey, Jara, Hattenberger, Eigenstiller, Pumm, das legendäre Sturm-Trio Wolny/Siber/Redl oder Stars wie Deutschlands Europameister Hansi Müller, Torjäger Václav Daněk und der argentinische Teamspieler Pipo Gorosito – sie alle demonstrierten im Verbund mit starken heimischen Kickern wie Peter Pacult, Michael Streiter, Christoph Westerthaler, Manfred Linzmaier oder Heinz Peischl eindrucksvoll die Vormachtstellung Tirols. Doch die drei Titel des FC Tirol, die mit den Tirolern Michael Baur, Roland Kirchler, Robert Wazinger und Ali Hörtnagl errungen worden waren, bedeuteten vorerst einmal den Schlusspunkt des Tiroler Höhenfluges.

Ein Jahrzehnt in der Wacker-Geschichte ist ganz besonders mit schwarzgrünen Erfolgen verbunden – die goldenen 1970er Jahre. Da schnalzen auch schon in die Jahre gekommene Fußballtiger immer noch mit der Zunge: Mit sieben Punkten Vorsprung auf die Salzburger Austria hatte der FC Wacker 1964 als Westligameister den Aufstieg in die Staatsliga A geschafft, Innsbruck hatte gerade seine ersten Olympischen Spiele hinter sich, die Brennerautobahngesellschaft wurde gegründet und Tirols Fußball war erstklassig geworden. Es war der Beginn einer tollen Ära, bis 1977 gewann der FC Wacker fünf Meistertitel und wurde fünfmal Zweiter.