Gut gespielt, aber klar verloren


Österreichs Team (Harnik, Nr. 20) verlor gegen Deutschland ... / Foto: GEPA

Auch Fußball wurde wieder gespielt in diesem Februar, fast logisch im Hinblick auf die EURO, und für den ersten Höhepunkt sorgten die großen Rivalen im Wiener Happelstadion, Österreich traf auf Deutschland. Die 0:3 Pleite der Gastgeber räumte zwar mit vielen Klischees auf, nur eines wurde bestätigt – dass ein Spiel rund 90 Minuten dauert und am Ende ohnehin immer die Deutschen gewinnen.

Dabei wollte Österreichs Teamchef Josef Hickersberger just diese Weisheit kippen und überraschte daher mit seiner Aufstellung wahrscheinlich Feind und Freund. In der ersten Halbzeit aber doch mehr die Gäste, die sich mit der Aufstellungsvariante des Herrn Pepi so gar nicht anfreunden konnten.

Jedenfalls war es der dreifache Welt- und Europameister, der sich von Beginn an in der Flut verwirrenden Stellungsspiels, überraschender Laufwege, gefinkelter Kombinationen verirrte. Jens Lehmann leistete sich Fehler, für die sich sein Gegenüber Alex Manninger wohl ein Pfeifkonzert eingehandelt hätte. Und seine Vordermänner? Hatten nie etwas mit einem kommenden Europameister gemein. Pomadig, überheblich, fehleranfällig. Sie spielten so, dass auf den Rängen des Happel-Stadions Hicke-Hacke-hoho-ho-Gesänge angestimmt wurden.

50 Minuten lang hing der rot-weiß-rote Fußballhimmel voller Geigen. 45 Minuten lang war der Bruderkampf ein Lehrbeispiel für die Mysterien des Kickens. Ein Aufguss quasi der Cordoba-Legende. Chancen für Rot-weiß-rot hatte es zuhauf gegeben, allein ins Tor wollte der Ball den Weg nicht finden, was sich letztlich rächen sollte.