Tiroler Lichtblick am Speed-Himmel


Raphael Haaser - mit einem Fingerzeig für die Zukunft / Foto: APA

Das hat aber lange gedauert. Erstmals seit der Weltcupsaison 2012, als Benni Raich in Crans Montana den Super-G gewonnen hatte, kam wieder einmal ein Tiroler in einem Super-G in Stockerl-Nähe – Raphael Haaser. Lediglich zwei Hundertstelsekunden fehlten dem Bruder von Ricarda zum dritten Platz, ein Hauch von Nichts sozusagen. Am Ende lag Raphael 83 Hundertstel hinter dem im Finish überragend fahrenden Sieger Marco Odermatt aus der Schweiz.

Aber wie heißt es so treffend? Unverhofft kommt oft, denn der Weltcup war in diesem Winter noch gar nicht das primäre Ziel des jungen Tirolers. „Wir haben für Raphi einen längerfristigen Plan. Heuer geht es bei ihm ja noch um den Gesamtsieg im Europacup, im Weltcup wollten wir ihn eher defensiv einsetzen“, erklärte ÖSV-Rennsportleiter Andreas Puelacher. „Er ist ein richtiger Allrounder. Wir wollten ihn sehr breit gefächert ausbilden, nächstes Jahr soll er im Weltcup stechen. Er ist unsere Zukunftshoffnung.“

Die Gegenwart heißt im Speed-Bereich aber Vincent Kriechmayr. Einen Tag nach seinem Sieg in der Abfahrt war der oberösterreichische Doppel-Weltmeister drauf und dran, sich seine erste kleine Kugel im Weltcup abzuholen. Doch dann verdrängte ihn der Franzose Matthieu Bailet auf Rang drei und stahl ihm die Butter vom Brot. Am Sieg von Odermatt gab es nichts zu rütteln. „Natürlich hatte ich mir mehr vorgenommen. Aber die anderen zwei waren besser“, meinte Kriechmayr.