Lisa im Medaillenrausch


Beeindruckte bei den Weltmeisterschaften und holte für Österreichs Biathlonsport drei historische Medaillen - Lisa Hauser / Foto: GEPA Österreichs Mixed-Staffel mit David Komatz, Simon Eder, Dunja Zdouc und Lisa Hauser (v. l.) freute sich über WM-Silber / Foto: GEPA Dunja Zdouc präsentierte ihre WM-Medaille / Foto: GEPA Die Superstars der WM in Pokljuka - Tiril Eckhoff und Lisa Hauser / Foto: AFP Photo

Am österreichischen Sporthimmel funkelt seit dem 21. Feber ein neuer Stern besonders hell. Just an diesem Tag krönte sich die Tirolerin Lisa Hauser bei den Biathlon-Weltmeisterschaften im slowenischen Pokljuka im Massenstart zur ersten österreichischen Weltmeisterin. Die historische Goldmedaille war der Höhepunkt eines Gipfelsturms in dieser Saison, in der seit dem Jahreswechsel ein Meilenstein auf den nächsten folgte.

Hauser holte Anfang Jänner ihre ersten drei Podestplätze im Weltcup – und das gleich in Folge. Bei der WM-Generalprobe in Antholz – genau einen Monat vor ihrem Massenstart-Triumph – durfte sich die 27-Jährige im Einzel über ihren ersten Sieg, den erst zweiten einer Österreicherin nach jenem von Katharina Innerhofer 2014 im Sprint in Poklujka, freuen. Und bei der WM nahe Bled verewigte sich Hauser mit Silber in der Mixed-Staffel und Platz zwei in der Verfolgung endgültig in den heimischen Sportgeschichtsbüchern.

Die Medaillen von Pokljuka – davor war nur Andrea Grossegger mit Sprint-Bronze 1984 in der österreichischen Statistik gestanden – wurden natürlich entsprechend gefeiert: mit Freund und Familie.

Zum Feiern war am Schlusstag auch Simon Eder zumute. Der 37-Jährige schrammte im letzten Bewerb dieser WM knapp an einem Traumabschluss in Form einer Medaille vorbei, landete im Massenstart der Männer über 15 Kilometer auf dem unbedankten vierten Platz. Also Ende gut, (fast) alles gut.

Begonnen hatten die Titelkämpfe ja mit einem Schreck um den positiven Corona-Test von Biathlon-Cheftrainer Ricco Groß und einer sensationellen Silbermedaille für Österreichs Mixed-Staffel. Überraschung und überwältigende Freude standen den vier Protagonisten ins Gesicht geschrieben – trotz Mund-Nasen-Schutz. „Es ist unheimlich schön, mit dem Team bei der Flower Ceremony dabei zu sein, und dann auch noch mit der Silbermedaille um den Hals“, sagte Lisa Hauser. Die Tirolerin hatte als Schlussläuferin hinter Sieger Norwegen Platz zwei gegen starke Schweden erobert.

In der Staffel überzeugten David Komatz, Simon Eder, Dunja Zdouc und eben Hauser dabei als beste Mannschaft am Schießplatz (nur zwei Nachlader) und fixierten in Pokljuka die erste ÖSV-Medaille in dieser Disziplin. „Das ist so unheimlich schön. Davon habe ich schon lange geträumt“, jubelte Hauser, die froh war, den Vorsprung über die Ziellinie gerettet zu haben. „Die Haxen waren blau.“