Seriensieger ohne Weltcup-Krone


Nur die große Kugel fehlt / Foto: Parigger

„Es läuft derzeit einfach wie am Schnürchen!“, strahlte Andreas Linger, der zusammen mit seinem Bruder Wolfgang den Doppelsitzerbewerb in Paramonowo gewann, über das ganze Gesicht. Bei der Weltcup-Premiere vor den Toren Moskaus distanzierten die beiden Absamer die Deutschen Tobias Wendl/Tobias Arlt um 0,204 Sekunden. „Wir haben uns die nötige Lockerheit bei einem abendlichen Ausflug in Moskau geholt“, schmunzelte der vierfache Saisonsieger Andreas.

Den Gesamtweltcup sicherten sich aber schon vor dem letzten Rennen Wendl/Arlt. „Klar ist das ein kleiner Wermutstropfen. Aber es ist zu respektieren, dass die Deutschen konstanter gefahren sind“, zeigten sich die Lingers sportlich fair. Das zweite Tiroler Doppel, Peter Penz und Georg Fischler, kam mit der neuen Bahn nicht wirklich zurecht und landete auf Platz acht.

Für die Geschichte des Winters sorgte Alex Gough. Die Kanadierin beendete bei den Damen die deutsche Weltcup-Siegesserie nach 105 Erfolgen. Die letzte Nicht-Deutsche auf dem Podest ganz oben war die Vorarlbergerin Andrea Tagwerker Ende November 1997. Gough gewann 0,378 Sekunden vor der Bayerin Carina Schwab.

Olympiasiegerin Tatjana Hüfner wurde nach verpatztem zweitem Lauf nur Vierte, sicherte sich aber vorzeitig ihren vierten Weltcup-Gesamtsieg in Serie. Die Tirolerin Nina Reithmayer klassierte sich mit 0,900 Sekunden Rückstand an der siebenten Stelle.