Flatscher holt die Segel ein


Carolina tauscht Segel mit Wirtschaftsstudium / Foto: GEPA

Aus und vorbei – Carolina Flatscher hat genug vom Segelsport und beendete mit sofortiger Wirkung ihre Karriere als 470er-Vorschoterin. „Wir sind sportlich so weit weg vom Fenster, dass wir an einen Punkt kamen, wo uns nur noch große Opferbereitschaft geholfen hätte“, beginnt die Tirolerin enttäuscht zu erklären. „Und ich war nicht mehr bereit, diese Opfer zu bringen.“

Darum war 18 Monate vor dem Beginn der Olympischen Spiele in London endgültig Schluss. Eine Wiederkehr wird kategorisch ausgeschlossen: „Segeln ist wie Tennis. Man muss es aktiv betreiben, sonst verliert man das Gefühl dafür.“

Ein Schlussstrich, der vor allem Partnerin Sylvia Vogl sehr enttäuscht hat: „Sylvia hat gleich darauf die Grippe bekommen. Aber schlussendlich hat sie es akzeptiert und verstanden.“ Für Vogl endet somit auch der Traum von Olympia 2012. „Sie wird bis dahin leider keine neue Partnerin finden können.“

Das Leben nach dem Segelsport stellt für Flatscher kein Problem dar. Es wird nicht der Fall ins schwarze Loch folgen. Ihre Kraft braucht sie erst einmal für die Diplomarbeit bei ihrem Wirtschaftsstudium. Flatscher: „Es wird ein völlig neues Leben werden. Aber darauf freue ich mich schon sehr.“