Innsbruck feierte die Olympia-Helden


Tausende Zuschauer feierten in der Maria-Theresien-Straße das österreichische Olympia-Team. / Foto: GEPA

Zu einem wahrhaftig olympischen Fest entwickelte sich der Empfang der rot-weiß-roten Olympia-Helden in Innsbruck – Menschen, so weit das Auge reichte. Wer sich einen Weg durch die Maria-Theresien-Straße bahnen wollte, der musste lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Allerdings aus einem besonders erfreulichen Grund: Der Empfang der rot-weiß-roten Medaillengewinnerinnen und -gewinner hatte über 5000 Zuschauer in die beliebte Einkaufsstraße gelockt.

Unter tosendem Applaus wurden von Ski-Held Mario Matt über die Rodel-Doppelsitzer Andreas und Wolfgang Linger bis hin zum Skisprung-Ass Daniela Iraschko-Stolz alle herzlich auf der eigens aufgebauten Bühne in Empfang genommen.

„Ja, wo, wenn nicht in Innsbruck“, hatte es für ÖSV-Präsidenten Peter Schröcksnadel keine Diskussion gegeben, dass nur in der Landeshauptstadt die strahlende Kraft des Sports eine derartige Wirkung erzielen würde. Dieser konnte auch das leidige Doping-Thema „Johannes Dürr“ nichts anhaben. Zumindest nicht an diesem Abend.

Unter den rot-weiß-roten Fans waren auch etliche Kinder, die ihre Skihelme und Trainingsanzüge mitgebracht hatten. Ihre Helden kannten sie alle, kein Name wurde dabei falsch genannt. Und hätte Abfahrtssieger Matthias Mayer alle Autogrammwünsche erfüllt, er würde wohl heute noch schreiben.

Auf der Bühne freute sich ÖSV-Star Marcel Hirscher über die „abartig vielen Leute“ und fand das alles „total geil“. Nachdenklichere Töne stimmte ÖSV-Adler Thomas Morgenstern an („Es ist sehr viel Schönes passiert. Aber jetzt muss ich mich erst einmal sammeln und das alles verarbeiten“). Die Tirolerin Nicole Hosp erinnerte sich an die schwere Zeit vor vier Jahren, als sie verletzt den Spielen in Vancouver fernbleiben musste. Und die in die Jahre gekommenen Nordischen Kombinierer Christoph Bieler und Co. versprachen, zumindest noch ein Jahr anhängen zu wollen.