Abschied und Zukunftshoffnung


Pooya Poostchi ist nicht zu stoppen / Foto: Parigger

Mit elf Jahren nahm Pooya Poostchi erstmals die kleine Lederkugel in die Hand. Es war Liebe auf den ersten Griff. 19 Jahre blieb er seinem Sport, seinem Verein, dem ULZ Schwaz treu. Nach dem letzten Saisonspiel gegen Westwien ging der Kapitän von Bord. Mit 29 kehrt Pooya aber nur dem Spielfeld den Rücken, nicht dem Verein.

Als Physiotherapeut wird er weiterhin seine Teamkollegen bei den Heimspielen unterstützen, wenn auch nicht mit spektakulären Toren und starker Abwehr, sondern mit schmerzlindernden Massagen und Tapeverbänden. Auf jeden Fall aber – wie immer auf dem Spielfeld – mit viel Herz. „Ich freue mich auf mehr Zeit mit meiner Familie und im Beruf“, blickt Poostchi nicht allzu wehmütig in die Zukunft, denn auch weiterhin wird er sich zweimal die Woche im Training fit halten. „Wer will schon einen dicken Physiotherapeuten?“, grinst Pooya. Und wenn Not am Mann wäre, würde er notfalls auch nochmal auf dem Spielfeld einspringen. Gut genug wäre er sicherlich noch. Zum Abschied machte er drei Tore und war maßgeblich am knappen 37:36-Sieg der Schwazer beteiligt. Das ULZ beendet damit das Aufstiegs-Play-off als Erster.