„Davon habe ich immer geträumt“


Wenn Träume wahr werden – Doppelsieg in Lech für Christian Hirchbühl (links) und Dominik Raschner / Foto: EXPA

Sieger nach der Qualifikation, Sieger im Achtel-, Viertel- und Halbfinale – und erst im Finale um hauchdünne 0,07 Sekunden geschlagen – es war der große Tag des Dominik Raschner. Wie aus dem Nichts eroberte der Tiroler seinen ersten Weltcup-Podestplatz, der 27-jährige unterlag im Parallelrennen in Lech/Zürs lediglich seinem ÖSV-Kollegen Hirschbühl.

„Ein Traum ist in Erfüllung gegangen, einmal am Weltcup-Podest zu stehen. Das war megageil“, freute sich Dominik nach dem knapp verlorenen Finale. Wermutstropfen? Nein, vielmehr bejubelte er sein mit Abstand bestes Resultat, Raschner war zuvor erst einmal in den Top Ten gestanden, ebenfalls beim Parallelrennen am Arlberg (9./2020). „Ich hatte schon im Training gemerkt, dass es skifahrerisch gut passt. Im Rennen konnte ich das umsetzen, es hat alles funktioniert, was ich am Berg machte. Ich hoffe, dass es in Zukunft auch so weitergeht“, ergänzte Raschner.

Von ÖSV-Rennsportleiter Andreas Puelacher gab es ebenso lobende Wort. Besondere Freude hatte der Herren-Chef natürlich mit Premierensieger Hirschbühl. Der bereits 31-jährige Vorarlberger aus Lauterach konnte nach vielen Rückschlägen und schwierigen Jahren endlich auf das Podest fahren – und das gleich nach ganz oben.

Adrian Pertl als Sechster und Stefan Brennsteiner als Elfter rundeten das starke ÖSV-Ergebnis noch ab.

Weniger zu jubeln hatten die ÖDV-Damen. Im einzigen Parallelrennen der Weltcupsaison belegte die Zillertalerin Stephanie Brunner Rang neun, während die Slowenin Andreja Slokar ihren ersten Weltcupsieg feiern durfte und damit auch die Führung im Gesamtweltcup. Die 24-Jährige konnte in Abwesenheit einiger Topleute wie Mikaela Shiffrin (USA) oder Petra Vlhova (SVK) die Norwegerin Thea Louise Stjernesund auf Rang zwei verweisen.

ÖSV-Rennsportleiter Christian Mitter musste aus Sicherheitsgründen (Kontakt mit einer auf Covid-19 positiv getesteten Person) aus der Ferne zusehen. Doch auch von dort aus sah das Geschehene nicht besser aus. „Das war einfach zu schwach. Da waren taktische Fehler dabei, die nicht passieren dürfen“, meinte der Steirer und ergänzte: „Die Bedingungen waren ganz anders als am Vormittag, das war sehr schwierig zu fahren.“