Auer: „Ich freu’ mich riesig, auch für meine Mama“


Freude bei Lucas - Onkel Gerhard gratulierte. / Foto: GEPA

Lucas Auer hatte für den mehr als holprigen Saisonstart in Silverstone ausgerechnet in Hockenheim eine mehr als passende Antwort parat. Der Kufsteiner war auf der britischen Insel nicht in die Gänge gekommen, in Deutschland fuhr der Pilot des deutschen „Mücke-Teams“ der Konkurrenz gleichsam um die Ohren. Und das standesgemäß vor den Augen seines Onkels, dem Ex-Formel-1-Piloten Gerhard Berger.

Dieser analysierte staubtrocken: „Das war vielversprechend, aber erst das vierte von 33 Rennen, der Weg ist noch lange. Wenn Lucas die Formel 1 im Auge behalten will, muss er heuer die EM gewinnen.“ Mit so einem Triumph wäre ein Cockpit in der Königsklasse mehr als verdient. Das sieht nicht nur der Onkel so.

Neben dem Zillertaler René Binder (GP2) gilt Auer als größte Tiroler Formel-1-Hoffnung. Sogar Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko hatte den 19-Jährigen auf dem Schirm. Jede Menge Druck bedeutete das, Druck mit dem sich der sympathische Tiroler zu spielen schien.

Zumindest meinte Auer schon vor dem ersten Hockenheim-Rennen: „Druck hat man immer und der Eigendruck ist sowieso der größte.“ Nach dem Sieg wusste Auer sofort, bei wem er sich artig zu bedanken hatte: „Ich freu’ mich riesig, auch für meine Mama, die mich immer so toll unterstützt. Das ist schon was Besonderes.“