Vettels Ärger nach Bottas Blitzstart


Vettels Ärger nach Bottas Blitzstart / GEPA

Auf den ersten Blick hatte der ereignisarme Heim-Grand-Prix in der Obersteiermark wenig Höhepunkte geliefert. Beim zweiten Blick war aber klar: Das neunte Rennen der Saison hat die WM-Karten neu gemischt. Denn mit seinem zweiten Saisonerfolg brachte sich Valtteri Bottas, die silberne Nummer zwei, zurück ins Gespräch um den Titel. Das war natürlich keine gute Nachricht für Teamkollege Lewis Hamilton, der als Vierter ins Ziel kam.

Und dass der Zweitplatzierte Sebastian Vettel für Zwietracht sorgte, weil er nicht akzeptieren wollte, dass Bottas für seinen – aus Vettels Sicht – angeblichen Frühstart nicht bestraft wurde, war eigentlich der einzige Aufreger an diesem Wochenende. Denn auch bei der gefühlten siebten Erklärung wollte WM-Leader Vettel seine Meinung nicht ändern.

Für den Heppenheimer war der Start von Sieger Bottas einer, der in die Kategorie „Frühstart“ fiel. Auch nachdem die Rennstewards die Sache untersucht hatten, änderte er seine Meinung nicht. Vettel: „Kein Frühstart bei Bottas? Das glaube ich nicht. Er hat zu früh gezuckt.“

Zahlen lügen aber nicht. Darum musste man dem Start des Finnen den Zusatz „Meisterleistung“ anfügen. Es war die Basis für seinen zweiten Saisonsieg, den vierten für Mercedes in Spielberg und zugleich die Rückkehr von Bottas in den WM-Kampf. „Ich glaube an den Titel. Der Sieg hier war mehr als wichtig.“

Gut für Bottas, auch gut für WM-Leader Vettel, schlecht für den Vizeweltmeister von der Insel: Lewis Hamilton. Nur noch 15 Zähler trennen die beiden Silbernen: „Ich habe alles gegeben, was möglich war.“