In der Overtime verloren


Grenzenlose Enttäuschung bei den Raiders - sie verloren die Austrian Bowl in der Verlängerung ... / Foto: GEPA

Nichts war es geworden mit dem angepeilten Titel in der Austria Football League für die Swarco Raiders. Denn in einem hochklassigen Endspiel hatten sich die Tiroler in St. Pölten dem Erzrivalen Vikings Vienna einmal mehr geschlagen geben müssen. Die Enttäuschung war riesig im Raiders-Lager, der Stolz über die erbrachte Leistung aber nur unwesentlich kleiner. „Wir haben wie die Löwen gekämpft“, sagte Raiders-Coach Shuan Fatah und streute seinem Team Rosen. „Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft.“

Den Unterschied in diesem Finale hätten letztlich die drei fabrizierten Turn-overs gemacht. Fatah: „Es war schon ein Wunder, dass wir damit überhaupt im Spiel geblieben sind.“ Runningback Andreas Hofbauer sah die Sache ähnlich: „Leider haben wir in der Offense zu viele individuelle Fehler fabriziert, aber die Defense hat uns im Spiel gehalten. Letztlich war’s eine Partie auf Augenhöhe.“

Die Entscheidung in St. Pölten fiel erstmals in der 30-jährigen Austrian-Bowl-Geschichte in der Overtime, nachdem es nach der regulären Spielzeit 17:17 gestanden hatte. Ausgerechnet Vikings-Runningback Islaam Amadu gelang vor 3800 Fans der entscheidende Touchdown, es war sein erster in dieser AFL-Saison. Die Vikings machten damit den Titel-Hattrick perfekt und bejubelten die 13. Meisterschaft.