Raiders oder aller guten Dinge sind drei


Ausgerechnet auf der Hohen Warte stolperten die Raiders gegen den Erzrivalen / GEPA Es hat alles geklappt ... / Milosavljevic

Für die Grazer Giants war es eine Art Super-GAU. Bereits im ersten Viertel hatten die Steirer ihren Quarterback Brandon Gorsuch mit einer Schulterverletzung aus dem Spiel nehmen müssen, und danach hatten die Swarco Raiders eher leichtes Spiel, feierten letztlich einen ungefährdeten 41:14 (7:7, 13:0, 14:0, 7:7)-Sieg.

„Der Ausfall des Quarterbacks hat ihr Offensivspiel limitiert, das hat uns natürlich geholfen“, sagte Raiders-Headcoach Shuan Fatah nach dem dritten Sieg im dritten Spiel und jubelte mit den 1600 Fans im Tivoli über einen gelungenen Saisonstart. Das Ergebnis müsse aber relativiert werden, so der Berliner: „Das waren nicht die Giants, die wir erwartet haben.“

National bewegten sich die Raiders also in der Erfolgsspur, und auch in der Central European Football League (CEFL) war den Tirolern ein guter Start geglückt. Gegen die Prag Black Panthers setzten sich Pichlmann und Co. klar mit 44:21 durch, deponierten damit ihre Anwartschaft auf eine erfolgreiche Titelverteidigung.

Dann allerdings sorgten die Erzrivalen Vienna Vikings im ersten Kräftemessen dafür, dass die Innsbrucker Football-Bäume nicht in den Himmel wuchsen. Auf der hohen Warte setzte es mit dem 28:35 gegen die Vikings die erste Saisonniederlage.

In der Anfangsphase hatten beide Teams einander noch neutralisiert, mehr als zwei Fieldgoals für die Gastgeber gelangten nicht auf die Ergebnistafel. Runningback Tobias Bonatti brach für die Raiders schließlich den Bann und erzielte den ersten Touchdown. Nach einem Vikings-Touchdown im Gegenzug ging es mit einem 13:7 für die Hausherren in die Pause.

Erneut blieb es Bonatti vorbehalten, in die Endzone zu laufen. 14:13 führten die Swarco Raiders, doch dann zogen die Violetten in der Hitzeschlacht mit mehreren erfolgreichen Angriffen auf 28:14 davon. Den Gästen gelang es vor 2200 Zuschauern lange nicht, wirkungsvoll dagegenzuhalten. Ein weiterer Touchdown von Bonatti ließ noch einmal kurz Hoffnung aufkommen, doch im Gegenzug machten die Hausherren alles klar.

Ein letzter Lauf in die Endzone von Sandro Platzgummer zum 28:35 war nur noch Ergebniskosmetik. Die Fans zeigten sich ohnehin bald versöhnt, denn mit einem klaren 63:21-Triumph über die Wroclaw Panthers aus Polen zogen die Schützlinge von Coach Shuan Fatah in das Endspiel der CEFL, der Central European Football League, ein.

„Das Spiel hat mir richtig Spaß gemacht. Es hat alles geklappt. Die haben zeitweise gar nicht gewusst, was da los ist“, war auch Coach Shuan Fatah mit der Leistung zufrieden.