Raichs große Aufholjagd


Die großen Rivalen im Weltcup beim Streckenstudium: Miller und Raich / Foto: GEPA

Wer gedacht hatte, dass der Erfolgshunger des Benni Raich nach der sensationellen Ski-Weltmeisterschaft von Bormio gestillt sei, hatte sich getäuscht. Spätestens in Kranjska Gora, der slowenischen Skistation nahe der Kärntner Grenze, immer schon ein guter Boden für Österreichs Skistars, machte der Pitztaler allen klar, dass er den Kampf um die große Kristallkugel, also den Gesamtweltcup, noch lange nicht aufgegeben hat. Quasi als Vorspeise genehmigte sich Benni in Slowenien nach einem Sieg im Riesentorlauf mit dem dritten Rang im Slalom bereits die kleine Kristallkugel im Torlaufweltcup.

Standesgemäßer hätte er seinen Geburtstag nicht zelebrieren können. Mit den 160 Punkten, die der Tiroler in Kranjska Gora hamsterte, rückte er dem weiterhin im Weltcup führenden Bode Miller bis auf 31 Zähler nahe; bei noch ausstehenden sechs Rennen durchaus keine Welt, wenngleich sich Raich bewusst war, dass der Ami leicht im Vorteil war. „In den beiden Abfahrten bzw. Super-G’s ist Bode höher einzuschätzen, wenn er da sein Potential abrufen kann, wird es bei je einem Torlauf und Riesentorlauf sehr, sehr schwer, Miller auf der Zielgeraden noch abzufangen. Auf alle Fälle kommt es zu einem spannenden Finale.“