Tirols Sportlerwahl


Große Sieger und viele Ehrengäste feierten ihr Fest des Sports / Foto: Murauer

Sie hat Tradition. Und traditionell ist auch der Schauplatz. Im ORF-Landesstudio Tirol traf sich exakt 24 Stunden nach dem Start ins Jahr 2009 Tirols große Sportfamilie zur Wahl der Tiroler Sportler des Jahres 2008.

Die Gemeinschaftsproduktion des ORF und der Tiroler Tageszeitung, an der sich über 60.000 Hörer, Seher und Leser der beiden großen Medienhäuser beteiligten, avancierte zum Aufmarsch der besten SportlerInnen, die im vergangenen Jahr Medaillen und Titel auf internationaler und nationaler Ebene erobert hatten. Und vorweg: Es wurde ein bewegender Abend; einer der ehrlichen Worte.

Gregor Schlierenzauer gestand bei seiner Ehrung zum „Tiroler Sportler des Jahres“, dass er „noch Single“ sei. Niki Hosp, sein weibliches Pendant, stellte nicht in Abrede, dass in der heimatlichen Familienidylle mitunter lautstark Meinungen aufeinanderprallen. Behindertensportler Harald Eder hortet seine Trophäen mittlerweile gleich links neben der Eingangstür zuhause in Söll. „Dort, wo sie jeder gleich zu Gesicht bekommt.“ Und Mannschaftssieger Andi Kofler erklärte, dass er sich für seine Eitelkeit in Sachen Haarpracht nicht schäme.

Ein Zaungast brachte es schließlich auf den Punkt: „Unsere Sportler sind Sympathie-Weltmeister.“ Eine Aussage, der nichts hinzuzufügen war.

Geehrt mit dem Ehrenviktor wurde mit Toni Sailer wohl die größte Sportlerpersönlichkeit Österreichs. Große Sportler gibt es viele. Zu Lebzeiten Legende werden, das schaffen aber nur wenige. Solch ein außergewöhnlicher Sportler ist Toni Sailer, als „Schwarzer Blitz von Kitz“ zur Legende geworden. Sailer war der erste Skiläufer, der bei Olympischen Spielen alle Bewerbe gewann – dreimal Gold 1956 in Cortina d’Ampezzo.