Haie gleich zweimal „versenkt“


Jeremie Ouellet-Blain (schwarz) im Duell mit Ex-Hai Andreas Nödl (Capitals) / GEPA

Zuhause ist es doch am schönsten. Sagen die Innsbrucker Haie, die auf eine hervorragende Heimbilanz verweisen können. Und in der Tiwag-Arena steppte auch gegen die Vienna Capitals in einer vollen Halle der Bär.

Tolle Chancen im Minutentakt scheiterten vorerst am lange Zeit verletzt gewesenen Wiener Goalie, und weil auch Patrick Nechvatal im Haie-Käfig seine Arbeit gut erledigte, stand es nach 20 Minuten 0:0.

Dann wurde es etwas lebhafter – der erste Treffer lag quasi in der Luft. Und in Minute 31 war es schließlich soweit, dass die Capitals durch Nikolaus Hartl mit 1:0 in Führung gingen. Vom Bully weg und nur sieben Sekunden später glichen die Haie nach Vorarbeit von John Lammers durch Hunter Bishop zum 1:1 aus.

Das Momentum blieb dennoch aufseiten der Gäste. Der Tabellenführer aus Wien, der zuletzt drei Niederlagen in Serie kassiert hatte, legte durch Taylor Vause (35.) und einen kuriosen Treffer, der Ex-Hai Andreas Nödl (39) zugesprochen wurde, zum 1:3 nach.

Und hinten stand Jean-Philippe Lamoureux immer, wenn es brenzlig wurde, wie ein Fels in der Brandung. Nur acht Treffer hatte er in den ersten sieben Runden kassiert. Raphael Rotter fixierte letztlich den 4:1-Auswärtssieg für die Vienna Capitals.

„Der Anfang prägt, das Ende haftet“, sagt der Volksmund. Und exakt das traf auch auf das Gastspiel des HC Innsbruck in Znojmo zu: 41 Sekunden vor dem Ende hatten die Tiroler Eishockey-Cracks noch mit 3:2 geführt, am Ende mussten sie aber mit einer bitteren 3:4-Niederlage nach Verlängerung die Heimreise antreten.