Der goldene Toni wird 70


Stolzer Blick zurück auf ein faszinierendes Leben / Foto: Parigger

2005 – das Jahr der großen Jubiläen im Tiroler Sport, nicht zuletzt weil einer der ganz Großen seinen 70er feierte. Toni Sailer!

Der Dreifach-Olympiasieger von Cortina 1956, der insgesamt siebenfache Weltmeister, der mit 23 Jahren bereits der Skibühne ade gesagt hatte. Der goldene Toni, ein Jubilar, der ganz gewiss nicht mit normalen Maßstäben zu messen ist; ein Mann, der in jungen Jahren bereits zum Skiheld wurde, dann in die Glitzerwelt von Show und Bühne wechselte, ehe er sich seiner Wurzeln besann und zurückkehrte zum Sport. Als ÖSV-Cheftrainer, Skischulleiter im heimatlichen Kitzbühel, als Chef des FIS-Alpin-Komitees, als Rennleiter des berühmten Hahnenkammrennens. Toni hatte insgesamt wohl mehr als 170 Skisiege gefeiert, dass er zum Jahrhundertsportler gewählt wurde, war nur logisch. Wenn er zurückblickt auf sieben Jahrzehnte, dann gibt es viele schöne Erinnerungen, auch wenn er sich den Weg zum Erfolg hart erarbeiten musste. Am Vormittag in der elterlichen Spenglerei, am Nachmittag Training; seine Ausdauer und natürlich seine Freude am Skisport ließen ihn zum Sportidol einer ganzen Nation werden. Toni Sailers Name ist untrennbar mit dem alpinen Skisport verbunden, seine Erfolge sind die Höhepunkte einer wahrscheinlich nie mehr zu übertreffenden Traumstory eines kleinen Buben aus den Tiroler Bergen, der im Alter von zwanzig Jahren in atemberaubender Weise dreimal den Olymp erstürmte.