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Wacker-Goalie Sáfár behält den Überblick / Foto: GEPA

Wacker-Goalie Sáfár behält den Überblick / Foto: GEPA

Schwarzgrüner Frust mit späten Toren

Wie hatte einst schon der legendäre Ernst Happel gesagt? Ein Fußballspiel ist erst aus, wenn der Schiedsrichter abgepfiffen hat. Eine Weisheit, die sich bei den Kickern des FC Wacker Innsbruck in diesem Herbst noch nicht herumgesprochen haben dürfte. Denn wie sonst ist es zu erklären, dass die Tiroler gegen die Wiener Austria einmal mehr in der Nachspielzeit wichtige Punkte leichtfertig verschenkten. 2:1 hatten Sáfár und Co. bis zur 95. Minute geführt, es schien wie der sichere Sieg, als Teamspieler Junuzović doch noch das 2:2-Unentschieden gelang.

 

„Diszipliniert, super organisiert und auch spielerisch stark“, hatte Ex-Wacker-Kapitän Matthias Hattenberger in der Halbzeit seinen schwarzgrünen Nachfolgern Lob gezollt, während Fabian Koch, der einmal mehr nicht im Austria-Kader Platz fand, auf der Tribüne verwundert den Kopf schüttelte. Nicht die violetten Eurofighter hatten den Ton angegeben, sondern der freche Außenseiter aus dem Westen.

 

Die beiden Tore zur 2:0-Führung waren keine Zufallsprodukte, sondern schön angelegte Angriffe, die dann auch lehrbuchmäßig abgeschlossen wurden. Vorgeführt in der eigenen Arena. Das ließen sich die Austrianer nicht gefallen und starteten nach einer Pausenpredigt von Daxbacher eine Aufholjagd.

 

Nach dem Anschlusstreffer von Liendl wankten die Tiroler und fühlten sich zu Recht benachteiligt, als nach Foul an Hackmair ein Elfer vorenthalten wurde. Erst recht, als Marco Kofler in der 90. Minute angeschossen wurde und sofort auf Strafstoß für die Wiener entschieden wurde. Während Trainer Kogler wütend protestierte und auf die Tribüne verbannt wurde, blieb Sáfár ruhig und parierte den Strafstoß von Barazite. Beim Ausgleich in der Nachspielzeit von Junuzović war der überragende Ungar dann aber machtlos. Logisch, „was wäre wenn“ zählt nicht.

 

Aber im Fall des FC Wacker bietet sich in diesem turbulenten Herbst der tipp3-Bundesliga eine kleine Rechenspielerei an. In den bisherigen vier Spielen gegen das Führungsduo Admira und Austria hatten sich die Tiroler nur drei ihrer bisherigen 16 Punkte in der Tabelle geholt.

 

Beispiel Admira – im Tivoli kassierte der FC Wacker in der 95. Minute durch einen abgefälschten Freistoß den Ausgleich, in der Südstadt lag man bis zur 90. Minute 2:1 in Führung, um dann noch 2:3 zu verlieren. Beispiel Austria – im Tivoli rettete Pascal Grünwald den Violetten mit einer Glanzparade in der 92. Minute das 0:0, am Sonntag hielt die 2:1-Führung bis zur 95. Minute, ehe Junuzović das 2:2 gelang und als Krönung Ildiz knapp vor dem Abpfiff mit einem Freistoß nur die Latte traf.

 

Macht neun Punkte, die man den Spitzenklubs mit ein bisschen Glück oder etwas weniger Pech abknöpfen und auf das eigene Konto verbuchen hätte können. Was die überlegene Tabellenführung bedeutet hätte.

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