WM-Ticket fixiert


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Lange Zeit war Österreichs Fußball-Nationalteam im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Bosnien einem Rückstand hinterhergelaufen, ehe dem „Torschützen vom Dienst“, Michael Gregoritsch der erlösende Ausgleichstreffer zum 1:1 gelungen war. Das Ticket zu den Titelkämpfen 2026 in den USA, Mexiko und Kanada war fixiert, die Sehnsüchte der österreichischen Fußballfans endgültig gestillt.

Nach dem 2:0-Erfolg durch den Doppelpack von Marko Arnautovic auf Zypern war klar – ein Remis im Heimspiel gegen Bosnien-Herzogewina würde genügen, doch die ersten Akzente setzten im ausverkauften Happelstadion die Gäste und erwiesen sich mit dem frühen (12. Minute) 1:0, erzielt vom ehemaligen Austria-Stürmer Haris Tabakovic, als Spielverderber. Denn Österreichs Team wirkte nach diesem 0:1 geschockt, hatte zwar viel Ballbesitz, aber kaum gute Lösungen gefunden, um die kompakte Abwehr Bosniens in Verlegenheit zu bringen. Und weil kurz vor der Pause der vermeintliche Ausgleichstreffer von Konrad Laimer nach VAR-Intervention vom Referee Joao Pinheiro annulliert wurde, „kochte“ die Volksseele. Statt Torjubel kassierte Laimer die Gelbe Karte. Ein Geduldsspiel kündigte sich an, denn lange Zeit passiert nichts, ehe der nach rund einer Stunde eingewechselte Michael Gregoritsch einen Abpraller nach Sabitzer-Flanke zum 1:1 (77. Minute) verwertete.

Die Schlussphase war an Spannung kaum zu überbieten, aber anders als noch in Rumänien beim späten Verlusttreffer ließen Ralf Rangnicks Schützlinge Bosnien gar nicht erst aufkommen und verteidigten das Remis mit viel Leidenschaft bis zum Schlusspfiff.