Weltrekord-Prämie wurde ausgeschüttet


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Was tun, wenn die grau-schwarzen Wolken bedrohlich über der Innsbrucker Innenstadt hängen und auch die Wetterfrösche außer Regenprophezeiungen wenig zu bieten haben? Das Beste hoffen – und trotz eines zwischenzeitlichen Gewitters mit Starkregen Durchhaltevermögen demonstrieren. Also hieß es: Vorhang auf zur 21. Golden-Roof-Challenge. Der improvisationserprobte OK-Chef Armin Margreiter hatte wieder einmal eine erlesene Auswahl internationalen Spitzenathlet*innen an den Inn gelotst. Eine hatte auf der Laufbühne in der Maria-Theresien-Straße schon bei der Vorstellung ihr strahlendstes Lächeln aufgesetzt. Fleur Jong, Weltmeisterin und Paralympics-Championesse aus den Niederlanden, war mit einem neuen Weltrekord im Gepäck nach Tirol gereist.

Belohnt wurden die Zuschauer*innen mit allerhand zahlreichen Top-Leistungen auf der zertifizierten Sprunganlage, vor allem „Special Guest“ Fleur Jong (großes Bild) sorgte für Jubel. Mit einem Satz auf 6,86 Meter überbot die 29-Jährige ihren eigenen Weltrekord (Klasse T64) gleich um zwölf Zentimeter und sicherte sich die dafür ausgelobte Prämie („Nordkette Paralympics Trophy“) in Höhe von 1000 Euro. Zuerst musste die seit einer Blutvergiftung im Alter von zwölf Jahren beidseits beinamputierter Sportlerin einen Dopingtest absolvieren – ein verpflichtender Akt bei einer derart herausragenden Leistung. Stark auch die finnische Stabhochspringerin Elina Lampela, die mit 4,43 Meter vor der Chinesin Chunge Niu gewann, während sich der favorisierte Südafrikaner Cheswill Johnson im Weitsprung mit 7,66 Meter und Rang drei zufriedengeben musste.