Lang, länger, KAT100. Seit nunmehr sechs Jahren lockt das Pillerseetal mit dem längsten Trailrun Österreichs, dem 100-Meilen-Lauf. Martin Graf (Bild 1, 2) folgte erstmals diesem eigenwilligen Lockruf – und gewann die Tortur über 173 Kilometer und 9900 Höhenmeter nach 24 Stunden und 28 Minuten. „Normalerweise laufe ich nur 100-Kilometer-Rennen. Bei einem 100-Meilen-Rennen fängt das eigentliche Rennen aber erst dort an“, sagte der 43-jährige Südtiroler, der im Finish im Duell mit dem französischen Top-Favoriten Sylvain Court die besseren Beine hatte. Über Rang drei durfte sich mit David Wöhrer ein Österreicher freuen. Nicht die einzigen Glücksgefühle für den Salzburger, schließlich erreichte Lebensgefährtin Leonie Hasenauer (Bild 3) um 6.15 Uhr morgens als Damensiegerin das Ziel – nach 36 Stunden, 12 Minuten und 48 Sekunden.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Esther Fellhofer dem Pillerseetal bereits den Rücken gekehrt. Die Siegerin von 2023 lag bis zu ihrer Aufgabe bei Kilometer 117 schon zwei Stunden vor ihrer ersten Verfolgerin, ehe sie wegen ihres rebellierenden Magens klein beigeben musste. „Ich bin super durch die Nacht gekommen und war um 6 Uhr morgens auf dem Kitzbüheler Horn, doch von einer Minute auf die andere ist mir kotzübel geworden.“ Sechs Stunden habe sie noch weitergekämpft, ehe es nicht mehr ging.
Auf der Endurance-Strecke (81 km/4850 Höhenmeter) durfte sich der Kitzbüheler Lokalmatador Markus Gianmoena über einen neunten Platz freuen. Noch besser lief es für die Hallerin Anna Platter, die im Marathon-Trail (51 km/3250 Hm) zum Sieg lief. „Ich liebe die Hitze und habe mir das Rennen gut eingeteilt.“






