Skifest in Gurgl ohne ÖSV-Podest


Foto: gepa/Mandl „Das waren ein paar der besten Schwünge, die ich je gefahren bin. Ich habe keinen Druck, ich möchte einfach gut Ski fahren“, sagte Shiffrin (Bild Mitte), die mit Lara Culturi (links) und Camille Rast ihren 66. Slalomsieg feierte / Foto: gepa/Mandl Es war wie bestellt – nach dichtem Schneefall in der Nacht machten die dichten Wolken der Sonne Platz und als sich die Slalom-Elite der Herren zum Start bereit machte, präsentierte sich Gurgl bei klirrender Kälte als Wintermärchen / Foto: GEPA pictures/Alexander Solc Alban (links) und Attila Scheiber freuten sich mit Mikaela Shiffrin, dass die FIS an den Rennen in Gurgl festhalten will. „Es gibt das Bestreben, einen langfristigen Kalender zu gestalten. Die FIS plant bis 2030 mit uns“, so die Zwillinge / Foto: GEPA pictures/Harald Steiner Paco Rassat am Weg zu seinem Premierensieg. Der Franzose hatte in Gurgl das Rennen mit einem furiosen zweiten Lauf, bei dem er von Rang 14 ganz nach vorne fuhr, für sich entschieden. „Das fühlt sich wirklich gut an. Ein Traum ist wahr geworden, ich hätte nicht gedacht, dass das möglich ist“, erklärte der Franzose. „Es bedeutet mir sehr viel. Mein Vater war mein erster Trainer.“ / Foto: GEPA pictures/Harald Steiner Timo Rueland fuhr mit Startnummer 42 auf Platz zwölf. Der Tiroler überraschte wohl alle. Vor allem mit „einer Wahnsinnsfahrt“ im ersten Durchgang. Als er nur knapp die Top Ten verfehlt hatte, ex aequo mit Lucas Pineiro Braathen, der in Levi den ersten Skiweltcup-Sieg für Brasilien fixiert hatte. Also dort, wo Timo das Finale nicht erreicht hatte. Und jetzt diese Superleistung / Foto: GEPA pictures/Mathias Mandl Hielten bei den Damen die ÖSV-Fahne hoch – Katharina Truppe, die mit zweitbester Zeit im Finale Rang sechs eroberte. „Ich habe das gezeigt, was ich momentan draufhabe.“ Die Ötztalerin Franziska Gritsch schrieb nach ihrer „Levi-Watschn“ als 17. an: „Das tut richtig gut.“ Lisa Hörhager untermauerte als 19. den Aufwärts-Trend und Natalie Falch (26.) holte erste Weltcup-Punkte / Foto: GEPA pictures/Harald Steiner

Rund 18.000 Skifans hatten die zwei Weltcuprennen in Hochgurgl am Pistenrand verfolgt, hatten bei teilweise strahlendem Sonnschein, perfekten Pistenverhältnissen und großartiger Stimmung zunächst bei den Herren den ersten Weltcupsieg des französischen Shootingstars Paco Rassat und als Draufgabe den 103. Weltcuperfolg von Slalom-Queen Mikalea Shiffrin gefeiert.

Feierstimmung also entlang der Kirchenkarpiste, die mit bis zu 62 Prozent Steigung zu den attraktivsten Slalomhängen im Weltcup zählt, und das, obwohl Österreichs Damen und Herren mit den Entscheidungen um Podestplätze nichts zu tun hatten. Ganz im Gegensatz zu 2023, als Manuel Feller vor Marco Schwarz und Michael Matt triumphiert hatte. Diesmal war das Trio einiges schuldig geblieben – Feller beendete das Rennen auf Platz 27, Schwarz finalisierte auf Rang 21, während Matt die Top 30 verfehlt hatte. Dafür schlug die Stunde der Außenseiter – das waren der französische Premieren-Sieger Paco Rassat und der zweitplatzierte Armand Marchant, der den ersten Weltcup-Podestplatz für Belgien holte. Die beiden 27-Jährigen lieferten eine beeindruckende Show, verwiesen Atle Lie McGrath auf Platz drei. Für den ÖSV waren zwei Tiroler präsent – der Milser Dominik Raschner (Bild 1) raste von Rang 26 auf Platz sechs und dann noch Simon Rueland, ebenfalls aus Mils (bei Imst), der als Zwölfter ins Ziel kam.

Bei den Damen feierte nach einer weiteren Machtdemonstration Mikaela Shiffrin ihren zweiten Sieg in der noch jungen Olympiasaison. Mit ihrem 103. Weltcuperfolg baute Shiffrin die Führung im Kampf um ihre sechste Große Kristallkugel zugleich aus. Beste Österreicherin beim Heimweltcup wurde Katharina Truppe mit 2,05 Sekunden Rückstand als Sechste.