Das war eine glorreiche Rückkehr der Schwazer Handballer auf Europas Handballbühne. Zunächst hatten die Tiroler das Heimspiel gegen den litauischen Vertreter Klaipeda nach einem wahren Handball-Krimi mit 29:27 gewonnen und dann auch das Rückspiel in Litauen mit 30:29 für sich entschieden, damit den Aufstieg in die dritte Runde des EHF-Cups geschafft. „Es war ein brutaler Fight wie schon zuhause. Wir haben den Kampf angenommen, waren um Nuancen besser und sind verdient weitergekommen“, zeigte sich Schwaz-Routinier Thomas Kandolf in der litauischen Hafenstadt (Bild 1) erleichtert. In der spannenden Schlussphase des Rückspieles hatten sich die Adler auf Goalie Boris Tanic verlassen können und Spielmacher Peter Medic (Bild 2) gefeiert, der mit sechs Treffern zum Topscorer avancierte.
Abseits des Europacup-Engagements war Michael Miskovec in den heimischen Hallen engagiert; mit wechselndem Erfolg. Da feierte Schwaz in der Meisterschaft gegen Tabellenschlusslicht Hollabrunn zwar einen 38:35-Erfolg, dafür verloren die Tiroler gegen Ferlach mit 33:34 und auch in der Neuauflage des Supercup-Endspiels gegen Krems mussten sich die Schützlinge von Trainer Christian Jauernik mit 28:25 geschlagen geben. Womit den Wachauern eine erfolgreiche Revanche für die Niederlag im Finale gelang. Und das nach einer 18:16-Führung nach der Pause. Doch dann passierte das, was der Schwazer Michael Miskovez (Bild 3) als „unroutiniert“ kritisierte: „Wir spielten in dieser Phase wie ‚Waschlappen’ und trafen nicht einmal das Tor. Wir verkauften uns unglaublich schlecht!“ Schwaz also im Wechselbad der Gefühle.






