RSC Inzing – zweiter Titel zum 30. Vereinsjubiläum


Foto: Walder „Unsere eigenen Leute haben geliefert“, zog Posch den Hut vor Benjamin Greil, Aker Schmid (im Bild/blau bei seinem Sieg über Brugger), Michael Wagner oder Daniel Gastl: „Und auch die Legionäre waren top.“ Eine nahezu perfekte Saison, in der auch der Aufstellungspoker der Neo-Trainer Martina Kuenz und Oliver Hug Kolb voll aufging – in ihrem ersten Jahr an der Front holte das Duo gleich den Titel / Foto: Julio Arellano Der Held des Abends war allerdings der junge Martin Ennemoser (blauer Dress), der seinen Gegner Kristian Cikel im Freistil überraschend besiegte – es war die Vorentscheidung. Dabei hatte Ennemoser nach drei Minuten noch zurückgelegen, ehe ihm 30 Sekunden vor dem Ende der spektakuläre Schulterwurf gelang. Jakob Saurwein sorgte ebenso frühzeitig wie souverän für die Erlösung. Danach brachen alle Dämme / Foto: Walder

Schlafen? Völlig überbewertet. Nach einer durchgefeierten Nacht standen die Ringer des RSC Inzing nur wenige Stunden nach dem zweiten Titelgewinn in Lederhosen auf einem Anhänger und ließen sich von einem Traktor durch das Dorf kutschieren. Der frischgebackene Bundesliga-Meister genoss die Titelfeier in vollen Zügen.

Verständlich – denn knapp 16 Stunden zuvor hatten sich die Tiroler pünktlich zum 30. Bestandsjahr zurück auf Wolke sieben im Ringer-Himmel gehievt, Rekordmeister Wals in dessen eigener Halle entthront. Angefeuert von rund 200 Schlachtenbummlern aus Inzing, die sich förmlich die Seele aus dem Leib geschrien hatten. „So sehen Sieger aus“, feierten sie ihre Helden, bis sie keine Stimme mehr hatten nach dem feststehenden 48:45-Gesamtsieg. Den Hinkampf hatten die Tiroler gegen die Walser mit 25:21 für sich entschieden. Den Rückkampf verlor man 23:24 – es war die schönste Niederlage der Vereinsgeschichte.