Das waren tatsächlich Festtage für die Naturbahnrodler – das Kühtai als faszinierende Kulisse der Jubiläums-Weltmeisterschaft (25), Prachtwetter, viele Zuschauer*innen und spannende Entscheidungen im Kampf um die Medaillen. Und die Österreicher*innen mittendrin statt nur dabei.
Das Spektakel eröffnet hatten die Damen mit dem Duell zwischen der Südtirolerin Evelin Lanthaler und Lokalmatadorin Riccarda Ruetz (Bild 1 und 3). Und gleich zum Auftakt hatte die große Favoritin für einen Eintrag in die Geschichtsbücher des Naturbahn-Rodelsports gesorgt. Mit einer Gesamtzeit von 2:51,79 Minuten holte sich die Titelverteidigerin ihr insgesamt fünftes WM-Gold im Einsitzer und überholt damit Ekaterina Lavrenteva (RUS/4) in der ewigen Bestenliste. „Mein großes Ziel war es, den Titel erfolgreich zu verteidigen – und das ist mir gelungen“, freute sich Lanthaler. Die Silbermedaille holte Riccarda, die im zweiten Lauf sogar um 0,04 Sekunden schneller als Lanthaler war. Für die Junioren-Weltmeisterin 2024 ist es die erste Medaille in der Allgemeinen Klasse: „Ich konnte während der Fahrt die Fans jubeln hören. Auf meiner Heimbahn eine Medaille zu gewinnen ist einfach unbeschreiblich.“
Und dann schlug die große Stunde des Michael Scheikl (Bild 2). Der Österreicher war bei diesen 25. Titelkämpfen eine Klasse für sich und kürte sich erstmals zum Weltmeister im Einsitzer der Herren.
Mit-Favorit Scheikl war auf der 730 Meter langen Bahn in allen drei Läufen Bestzeit gefahren, unter dem tosenden Applaus der zahlreichen Zuschauer*innen holte er mit einer Gesamtzeit von 2:48,03 Minuten Platz eins. Scheikl hatte damit seine persönliche Erfolgsgeschichte komplettiert, nach dem EM-Titel 2020, dem Sieg im Gesamtweltcup 2020/2021 und bislang 10 Weltcupsiegen folgte nun WM-Gold.
Im Teambewerb setzte sich Italien (Lanthaler/Gruber) vor Österreich (Ruetz/Scheikl) und Deutschland (Lisa Walch/Simon Dietz) durch.






