Erstmals stand im für rund 31 Millionen umgebauten Igler Eiskanal wieder einmal der Sport im Mittelpunkt, vergessen waren für die Dauer des Bob-Weltcups die negativen Schlagzeilen, die sich mit den chaotischen Folgen – Absagen des Rodel- bzw. Skeleton Weltcups – nach dem Umbau-Flop beschäftigten. Mit dem Gastspiel der Bob-Weltelite war zumindest ein Hauch von Normalität am Fuß des Patscherkofel eingekehrt. Im Mittelpunkt dabei das Duell der deutschen Giganten – Francesco Friedrich (Bild 1) gegen Johannes Lochner. Während Lochner die Auftakt-Konkurrenzen Cortina sowohl im Zweier wie auch Vierer vor Friedrich für sich entschieden hatte und auch in Igls im Zweierbob die Nase vorne hatte, schlug Friedrich im Vierer zurück. Die beiden teilten sich also die Siege in Innsbruck.
Die Augen der Tiroler Fans waren hingegen voll auf Markus Treichl (Bild 3) konzentriert. Der Sistranser hatte im Zweierbob am ersten Tag nach einer „nicht sauberen Fahrt“ Rang neun erreicht, sich dann aber im Vierer mit Platz fünf „rehabilitiert“. Treichl hatte im umgebauten Eiskanal zweimal die beste Startzeit markiert, in der Bahn selbst unterliefen ihm zu viele Fehler, er klassierte sich zum insgesamt dritten Mal vor heimischer Kulisse als Fünfter.
Katrin Beierl und Christania Williams erreichten im Zweierbob Rang sieben. Beim Sieg der deutschen Dominatorin Laura Nolte lag das Duo nach zwei gleichmäßigen Durchgängen drei Zehntel hinter dem Podest. Lea Haslwanter (Bild 2) und Nicola Pichler wurden 17. Für Haslwanter war es das beste Zweierbob-Ergebnis ihrer Karriere.






