Lillis „Final-Wahnsinn“ in Paris


Foto: IMAGO/Juergen Hasenkopf

Babsi Schett hatte da wohl hellseherische Fähigkeiten, als Tirols ehemalige Top-Ten-Spielerin im Anschluss an ihr Servus-TV-Interview in Richtung Lilli Tagger gesagt hatte: „Und morgen holst du dir die Trophäe!“

Und als wäre Schetts wunschgleiche Aufforderung so etwas wie ein Auftrag für Tagger gewesen, ließ sich die 17-jährige Senkrechtstarterin tags darauf tatsächlich nicht zweimal bitten, gewann als erste Österreicherin ein Junioren-Grand-Slam-Turnier und schrieb ein weiteres riesengroßes Kapitel rot-weiß-rote Tennisgeschichte.

Nachdem sie bereits in der Vorschlussrunde die australische Weltranglistenerste Emerson Jones aus dem Turnier eliminiert hatte, machte die ungesetzte Lienzerin im einseitigen Finale kurzen Prozess mit der auf Position acht gereihten Britin Hannah Klugman. Nach 1:17 Minuten hieß es 6:0 und 6:2. „Ein Wahnsinn“, wie die strahlende Siegerin später bei der Siegerehrung jubelte.