Julia und Mikaela


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Julia Scheib (Bild 1) hat dem Druck vor Heimfans auf dem Semmering erfolgreich standgehalten und ihren dritten Weltcupsieg gefeiert. Die Spannung auf dem „Zauberberg“ vor den Toren Wiens war kaum zu überbieten. Nur 13 Hundertstelsekunden hatten Hector, die zweitplatzierte Scheib und Lara Colturi nach Lauf eins getrennt. Bei zähen Bedingungen war Colturi im Finale auf der Jagd nach dem ersten Weltcup-Sieg gescheitert, dafür hatte Camille Rast vorgelegt. Scheib machte es in der Folge zum Nervenkitzel, und legte eine Zeit hin, an der auch Hector klar scheitern sollte.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es reicht. Es war so unruhig, ich war am Limit. Ich wusste, ich muss unten den Ski marschieren lassen. Es war von oben weg bis zur letzten Sektion ein richtiger Fight. Aber es hat gereicht“, sagte Scheib nach dem ersten Riesentorlauf-Erfolg einer ÖSV-Athletin auf dem Semmering seit Anna Veith vor 13 Jahren. Stark auch die Tirolerin Nina Astner, die sich als 30. haarscharf für das Finale qualifiziert hatte und mit Laufbestzeit auf Platz zwölf fuhr.

24 Stunden später war zunächst Mikaela Shiffrin (Bild 2) zu ihrem fünften Saisonsieg im Slalom „gewedelt“, doch nach der sportlichen Gala-Show überraschte sie mit harscher Kritik am schlechten Zustand der Piste, die ihrer Meinung nach für die Damen nicht sicher gewesen wäre. „Es war frustrierend, wie das gelaufen ist.“ Unbeeindruckt davon zeigten sich Katharina Liensberger (4.) und Katharina Truppe (5.) sowie die Tirolerin Natalie Falch (Bild 3), die mit Startnummer 56 sensationell Rang elf erobert hatte.