Jubeln in der Loipe


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Fast 20 Jahre musste Tirol warten, bis wieder ein Langläufer auf dem Weltcup-Podest stand. Am 31. Dezember 2025 war es so weit: Benjamin Moser (Bild 1, Bild 2 mit Freundin Theresa) aus Maurach schaffte beim neu eingeführten 5-km-Heat-Massenstart der Tour de Ski Rang zwei – ein Husarenstreich, der selbst Superstar Johannes Høsflot Klæbo Respekt abnötigte. „Wusste ich gar nicht“, staunte Moser über die historische Dimension. Und der Tiroler holte nach Platz acht über 20 Kilometer Rang elf im klassischen Bewerb – für einen Sprintspezialisten schlicht sensationell. „Dieser elfte Platz ist mein bestes Distanzergebnis. Das ist einfach gewaltig“, jubelte der 28-Jährige, der sich in der Gesamtwertung auf Platz sechs schob. Nur eine Sekunde hatte zum nächsten Podestplatz gefehlt.

Den holte sich wenig später Teresa Stadl­ober (Bild 3). Die Salzburgerin glänzte mit Rang drei und zwei, verbesserte sich in der Tour-Gesamtwertung auf Platz vier. „Das war ein Mega-Tag für mich. So knapp am Sieg dran zu sein, ist sensationell“, sagte die Olympiadritte.

Doch hinter der Euphorie steckte harte Arbeit. Moser, passionierter Kaffee-Trinker, setzte auf taktische Cleverness: „Manchmal musst du über dein Limit gehen, manchmal im Windschatten ausruhen. Wenn du die Gruppe verlierst, ist das Rennen vorbei.“ TV-Experte Luis Stadlober lobte die Lockerheit des Tirolers – vielleicht sein größtes Plus. Die Tour de Ski zeigte: Österreichs Langlauf lebt. Und Benjamin Moser war das Gesicht eines Comebacks, das niemand erwartet hatte.