Große Serie der WSG


Foto: gepa Einmal mehr die treibende Kraft im Mittelfeld der WSG beim 0:0 gegen Wolfsberg war „Dauerläufer“ Matthäus Taferner (grüner Dress) / Foto: gepa „Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht, es aber nicht geschafft, das Spiel gegen die Austria zu gewinnen“, analysierte WSG-Verteidiger Marco Boras (weiß) / Foto: MAX SLOVENCIK Riesenpech hatte Ademola Ola-Adeborni, der beim 1:1 gegen Rapid in der letzten Minute nach einer tollen Einzelleistung nur die Querlatte getroffen hatte / Foto: gepa/Schönherr

Von wegen November-Blues! Es war der Monat, in dem die WSG Tirol förmlich aufblühte, in der Meisterschaft sogar fünf Spiele (0:0 beim WAC, 1:1 gegen Rapid, 0:0 bei Austria) hintereinander – wenn man das 2:0 gegen BW Linz vom 25. Oktober mitrechnete – ungeschlagen blieb. Mit dem absoluten Highlight der bisherigen Saison, dem 3:2-Triumph in Salzburg gegen Red Bull als Krönung. Es war erst der zweite Bundesliga-Sieg über die Bullen seit dem Jahr 2021 und der beste Beweis für eine unglaubliche Moral in dieser Truppe von Trainer Philipp Semlic.

Zur Halbzeit hatten die Gastgeber mit 2:0 geführt, fast nichts mehr sprach für die WSG. Doch nach rund einer Stunde Spielzeit, und nach vergebenen Chancen der Salzburger, war es der dänische WSG-Heimkehrer Nikolai Baden-Frederiksen, der Salzburgs Tiroler Innenverteidiger Jannik Schuster ausspielte und den Anschlusstreffer erzielte. Ein Weckruf, der die Tiroler beflügelte, und weil Goalie Adam Stejskal darüber hinaus mit großartigen Reflexen alle Möglichkeiten von Red Bull zunichtemachte, stand es plötzlich 2:2. WSG-Torschütze war der überragende Jamie Lawrence (Bild 1) mit einem klassischen „Spitz“. Nicht einmal der harte Platzverweis für Matthäus Taferner nach gelb-roter Karte vermochte die leidenschaftlich kämpfenden Tiroler zu erschüttern, im Gegenteil. In der 96. Minute konnte ein letzter Entlastungsangriff der WSG durch Yannik Vötter und Ademola Ola-Adeborni nur durch ein elfmeterreifes Foul gestoppt werden; Kapitän Valentino Müller machte die Sensation mit seinem achten Saisontreffer perfekt. 3:2, Sieg Wattens, Jubel, Trubel, Heiterkeit.