Fußball-Märchen blieb ohne Happy End


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Die vierwöchige Reise des rot-weiß-roten U17-Nationalteams (mit dem Tiroler Loris Husic/Bild 3) nach Katar fand mit dem Einzug ins WM-Finale einen historischen Höhepunkt, doch ausgerechnet im achten WM-Spiel im Finale von Doha setzte es die erste Niederlage: Trotzdem durfte der ÖFB-Nachwuchs erhobenen Hauptes die Heimreise antreten. Im Endspiel gegen die portugiesische Auswahl hatte die Truppe von Teamchef Hermann Stadler wie schon in den Partien zuvor beherzt gekämpft, die knappe 0:1 (0:1)-Niederlage war alles in allem jedoch verdient. Auch wenn Österreich mit einem Stangentreffer von „Joker“ Daniel Frauscher im Finish (85.) Pech hatte.

Nach 90 Minuten machte der einzige Treffer des Abends von Portugals Anísio Cabral (32.) den Unterschied, dementsprechend geknickt war man. Trotzdem resümierte Hermann Stadler durchwegs positiv: „Natürlich sind wir enttäuscht, aber in der zweiten Halbzeit haben wir unser wahres Gesicht gezeigt. In der ersten Hälfte waren wir zu passiv, dann lieferten wir einen Fight. Heute überwiegt noch die Enttäuschung, aber wenn man das große Ganze betrachtet, dann darf man nach diesem Turnier ganz einfach nicht enttäuscht sein.“ Im Gegenteil – die ÖFB-Talente, die als Vizeweltmeister nach Hause zurückkehrten, müssen das Turnier als sensationelle Leistung einordnen. Schließlich war es der größte Erfolg eines heimischen Nachwuchs­teams. Den WM-Höhepunkt davor bildete 2007 das U20-Halbfinale und Platz vier.