Ein verrücktes KAC-Match


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Es war schon zum Aus-der-Haut-Fahren – nach Siegen über Spitzenreiter Laibach und Schlusslicht Feldkirch hatten die Innsbrucker Haie ausgerechnet beim Nachzügler Vienna Capitals mit 3:2 verloren. Fazit? Anstatt Boden gutzumachen, war die Kluft größer geworden. Ein Teufelskreis. Aus dem die Tiroler auch in Graz keinen Ausweg fanden, den „Bunker“ mit einer weiteren 3:2-Niederlage verlassen mussten. Trotz einer 2:0-Führung, die von den Gastgebern erst in der 47. Minute egalisiert werden konnte, ehe Ex-Hai Kevin Roy knapp vor Spielende den Siegestreffer der Grazer erzielte. Es folgte die 1:3-Heimpleite gegen Ferencvaros und in Bruneck eine 4:1-Abfuhr. Da kündigte sich ein tiefschwarzer November an. Doch erstens kommt es meist anders, zweitens, als man denkt …

Tatsächlich erlebten die Haie-Fans in der TIWAG-Arena gegen den Rekordmeister aus Klagenfurt ein für die Rekordbücher reserviertes Spiel. Nach 24 Sekunden stand es 1:0 für den KAC, nach 6,26 Minuten 3:0, nach 20 Minuten führten die Kärntner mit 4:2. Es folgte das beste Mitteldrittel der Haie seit langem; mit drei Treffern in Serie drehten die Tiroler das Spiel zum 5:4 nach 40 Minuten. Im Schlussabschnitt zogen Steven Owre und Co. auf 7:4 davon, ehe der KAC erwachte, auf 7:6 verkürzte und auf den Ausgleich drängte. Zwei Treffer von Max Coatta und Ben Corbell ins verwaiste KAC-Gehäuse fixierten schließlich den 9:6-Triumph der Haie in diesem verrückten Spiel. Zwei Pleiten gegen Bozen (1:2) und Salzburg trübten rasch die keimende Euphorie, genauso wie Owres schwere Verletzung.