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Dem Jubel in Innsbruck folgte die große Enttäuschung in Bischofshofen. „Das war nicht fair“, sprach sogleich ein schwer enttäuschter Kraft und zeigte sich ungewohnt kritisch: „Man hätte mit einer Luke rauf- oder runtergehen können. Aber mich so lange da oben sitzen zu lassen, das ist alles sehr, sehr bitter.“ / Foto: GEPA
Sein Glück kaum glauben konnte Daniel Tschofenig – „Es ist unbeschreiblich, aber auf jeden Fall wunderschön.“ / Foto: GEPA pictures/Wolfgang Kofler
Am Boden zerstört dafür Stefan Kraft: „Ich habe alles probiert, aber der goldene Adler wollte nicht zu mir.“ / Foto: AFP/Kerstin Joensson
„Es tut schon weh, aber es hilft nichts, er hatte die bessere Landung. Hätte ich die besser gemacht, dann hätte ich zwei, drei Punkte mehr gehabt“, ärgerte sich Hörl (im Bild links). „Aber wir gewinnen als Team, es war eine richtig geile Tournee.“ / Foto: GEPA pictures/Wolfgang Kofler
Österreichs Skisprungfans im Siegestaumel! Dem Dreifachsieg (Stefan Kraft vor Jan Hörl, Daniel Tschofenig) zum Abschied des Jahres 2024 bzw. Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf folgten in Garmisch-Partenkirchen pünktlich zum Start ins Jahr 2025 zwar „nur“ zwei Stockerlplätze durch Sieger Daniel Tschofenig und den Drittplatzierten Michael Hayböck, dafür flog die ÖSV-Staffel in Innsbruck wieder geschlossen auf das Podest.
22.500 Zuschauer*innen im ausverkauften Bergiselstadion sorgten für Gänsehautstimmung, als erneut Kraft, Hörl und Tschofenig den „Triplepack“ schnürten, genau 50 Jahre nach dem letzten Dreifach-Erfolg in der Olympiaarena. Die damaligen Triumphatoren: Karl Schnabl, Edi Federer und Hans Wallner. „Es ist unbeschreiblich und es gibt nicht viel Schöneres“, verglich Kraft seine Sieg-Premiere am Bergisel mit seinem Skiflug-WM-Titel.
Zur Halbzeit noch Zweiter hinter Hörl, schob sich der auch schon in Oberstdorf siegreiche Kraft mit einem Satz über 132,5 Meter noch an seinem Landsmann vorbei und übernahm vor Bischofshofen die Führung in der Gesamtwertung.
Die der Salzburger dann in einem dramatischen Finale in Bischofshofen verloren hatte. Mehr Krimi, mehr Drama schien nicht mehr möglich, als Kraft seinen Kampf gegen den Wind, die Windregel und letztlich gegen seine Teamkollegen Tschofenig (1194,4 Punkte) und Hörl (1193,0) als Dritter (1190,3) verlor.



