Den Start in die neue Saison hatte sich der fast vollständig „runderneuerte“ HC Tiroler Wasserkraft – neuer Trainer, neue Legionäre – wohl ganz anders vorgestellt. „Dafür gibt es keine Ausreden, so dürfen wir uns nicht präsentieren.“ Nicht nur beim „Königstransfer“ und einzigen Torschützen Steven Owre war großer Frust nach der peinlichen 1:8-Heimschlappe der Haie gegen Pustertal fast greifbar. „Wir haben ein Team gesehen, wie wir es nicht kannten. Kein Pass hat funktioniert, es war wie in einem schlechten Traum. Wenn man glaubt, es geht auch einfach, kassiert man ordentlich Prügel“, sprach Headcoach Ryan Kinasewich Klartext.
Symptomatisch für den Bauchfleck war das Debüt von Goalie Matt Vernon (Bild 2), einer von insgesamt 14 Haie-Neuzugängen, auf dem Eis. Er wurde von seinen Vorderleuten im Stich gelassen und machte nach 25 Minuten Platz für Jakob Brandner.
Nur gut, dass die Innsbrucker diesen Schock schnell abschüttelten, 48 Stunden später in Feldkirch gegen die Pioneers dank eines Blitzstarts (3:0 nach 10 Minuten) am Ende mit 3:2 gewannen und die ersten Punkte fixierten. Nichts zu erben gab es dann dafür im Ungarn-Auswärtsdoppel. Gegen Fehervar hatten sich die Tiroler mit 4:5 geschlagen geben müssen, gegen Liga-Neuling Ferencvaros Budapest setzte es eine 6:2-Pleite. Und es sollte noch schlimmer kommen – im Heim-Doppel gegen Laibach (3:9) und Wien (1:4) kassierten die Haie zwei weitere bittere „Schlappen“, rutschten damit früh in der Saison in eine veritable Krise.






