„Ärger“ bei den Zwillingen


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Aller guten Dinge (Medaillen) wären drei gewesen – doch ausgerechnet in Frankreich bei der Straßenrad-Europameisterschaft war nach zweimal EM-Bronze die Serie von Christina Schweinberger (Bild 1) gerissen. Sie wurde – Achte. Dabei hatte sich die Jenbacherin vor dem Rennen nach einer guten Vorbereitung voll motiviert gezeigt. „Normal hole ich zum Schluss auf, jetzt habe ich verloren“, blickte die Tirolerin etwas ratlos auf den enttäuschenden achten Rang im EM-Zeitfahren und ergänzte: „Ich kann mir nichts vorwerfen.“

Nach einem langen Rückflug aus Afrika und 36 Stunden ohne Schlaf kam Tirols WM-Teilnehmerin Tabea Huys im U23-Rennen mit „fehlender Kraft“ so wie Schweinberger als Achte ins Ziel. Der 19-jährigen Zillertalerin fehlten 30 Sekunden auf Bronze.

Doppelter Ärger also im Hause Schweinberger. Denn während Christina nicht wusste, wo sie die 80 Sekunden auf die Medaille verloren hatte, war Zwillings-Schwester Kathrin (Bild 2) wenige Minuten nach ihrem Triumph im Massensprint der ersten Etappe bei der „Tour of Chongming Island“ der Sieg aberkannt worden. Es wäre der erste Sieg der 28-jährigen Jenbacherin auf der höchsten World-Tour-Ebene gewesen. Doch dann kam alles anders.

Die UCI-Verantwortlichen wollten in der TV-Wiederholung des Zielsprints einen Regelverstoß von Kathrin gesehen haben, setzten Schweinberger von Rang eins zurück auf den 87. und letzten Rang. „Ein Rückschlag ist nur der Anfang eines Comebacks“, schrieb ihr Team auf Instagram zu einem Bild der enttäuschten Schweinberger und machte Mut: Die Betroffene selbst kommentierte das Geschehen online mit einem Jubelbild und darunter einem gebrochenen Herzen.