Ein 5:2-Heimsieg gegen Villach (Bild 1) kurz vor Weihnachten – endlich ein Lichtblick für die Innsbrucker Haie nach sechs Niederlagen in Serie. Die Fans feierten, die Spieler atmeten auf.
Doch die Euphorie hielt nicht lange: Am Stephanitag folgte die brutale Ernüchterung. Ein 1:7 gegen Pustertal zerstörte alle Hoffnungen auf eine Trendwende. „Wir haben Wege gefunden, Spiele zu verlieren“, resümierte Trainer Ryan Kinasewich bitter. Die Statistik sprach Bände: Nach 27 Spieltagen fehlten 15 Punkte auf die Pre-Play-offs, die Rote Laterne leuchtet heller denn je.
Das Problem? Chancenverwertung und fehlende Unterschiedsspieler. „Wir spielen gutes Hockey, aber wir schießen keine Tore“, sagte Kinasewich. Und auch Goalie Matt Vernon mit einer Fangquote von 89,15 Prozent war nicht der erhofft große Rückhalt. General Manager Günther Hanschitz wurde deutlicher: „Das Niveau der Liga ist für unsere Mittel zu hoch.“
Namen wie Shaw oder Helewka sind Geschichte, die aktuelle Truppe kämpfte – aber oft vergeblich. Auch der Ausfall von Topscorer Steven Owre wog natürlich schwer. Hoffnung machte nur die Kabine: „Die Jungs stehen zusammen“, betonte der Coach. Und die Fans, die trotz Pleiten treu hinter dem Team stehen.
Ein Rückzug aus der ICE-Hockey League? Keine Option. „Die Leute wollen erste Liga sehen“, so Hanschitz. Doch die Realität war hart: Die Haie steckten dort fest, wo sie die letzte Saison beendet hatten – ganz unten. Der Sieg gegen Villach war ein Geschenk, aber kein Wendepunkt. Die Frage blieb: Wie lange hält der Atem im Haifischbecken noch?





