Shiffrins 9. Triumph in Levi – Braathen schrieb Ski-Geschichte für Brasilien


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Mikaela Shiffrin blieb die Königin des Slaloms: Die US-Amerikanerin feierte in Levi ihren neunten Sieg auf der finnischen Piste und zugleich den 102. Weltcuperfolg ihrer Karriere. Bei eisigen Temperaturen bis zu minus 20 Grad ließ sie der Konkurrenz keine Chance und unterstrich einmal mehr ihre Ausnahmestellung. Für den ÖSV verlief das Rennen enttäuschend: Katharina Liensberger kam nicht über Rang zehn hinaus.

Für die Schlagzeilen des Tages sorgte jedoch Lucas Pinheiro Braathen. Der gebürtige Norweger, der seit zwei Jahren für Brasilien startet, gewann den Slalom und schrieb damit Sportgeschichte: Es ist der erste alpine Weltcupsieg für das südamerikanische Land. Braathen führte bereits nach dem ersten Durchgang und verteidigte seine Spitzenposition souverän vor Olympiasieger Clement Noel (+0,31 Sekunden) und dem Überraschungsdritten Eduard Hallberg (+0,57), der – mit Nummer 29 gestartet – die finnischen Fans mit seinem Podestplatz (3.) begeisterte. „Vamos, Brazil!“, jubelte Braathen in die TV-Kamera – im Zielraum herrschte Samba-Stimmung, „Levi de Janeiro“ in Lappland sozu­sagen.

Die Favoriten taten sich schwer: Slalom-Weltcupsieger Henrik Kristoffersen musste sich mit Rang 13 begnügen, auch die ÖSV-Asse Manuel Feller und Mario Gstrein verpassten die Top-Plätze. Bester aus dem ÖSV-Aufgebot war der Arlberger Michael Matt, der Rang neun erreichte. Braathens sechster Weltcupsieg war ein Meilenstein – für ihn persönlich und für den Skisport in Brasilien.