Towers blieben die Nummer eins in Tirol


Foto: Daniel Schoenherr Foto: Hans Osterauer

Das Tiroler Derby in der Basketball-Bundesliga zwischen Kufstein und Innsbruck – immer wieder eine mit Emotionen vollgepackte Auseinandersetzung im Kampf um die Nummer eins in Tirol. Wobei die Zielsetzungen ja schon vor der Saison klar definiert worden sind. Die Kufstein Pirlos wollten nach oben, also in die erste Bundesliga, bei den Raiders aus Innsbruck war dafür die Zeit noch nicht reif. „Unsere Talente brauchen noch ein, zwei Jahre, auch fehlt das Budget“, so Coach Amir Medinov nach der Niederlage gegen die Wörthersee Piraten (Bild 1, gelb). Dennoch keimten bei den Innsbruckern zumindest im ersten Saisonderby in der Kufsteiner Stangelmayr-Arena leise Hoffnungen, als Thomas Pirchner für die Raiders zur zwischenzeitlichen 10:9-Führung getroffen hatte. Aber nur Sekunden später sorgte Pol Canovas (Bild 2, weiß) dafür, dass die Pirlo Towers auf die Siegerstraße einbogen. Als dann die Hausherren vor 700 Zuschauer*innen noch eine Serie von 18:8 Punkten hinlegten, glich die Halle einem Hexenkessel. Angeführt von einem überragenden Mate Horvath (25 Punkte, 90 % Freiwürfe) und einem dominanten Pol Canovas (17 Rebounds) kontrollierten die Gastgeber das Spiel über weite Strecken. Aber entschieden war das Tiroler Zweitliga-Derby zu diesem Zeitpunkt deswegen noch lange nicht, im Gegenteil: Drei Minuten vor Schluss hatten sich die Gäste bis auf fünf Punkte herangekämpft, doch die Kufsteiner verteidigten ihren Vorsprung, gewannen schließlich verdient mit 74:61. Pirlo-Headcoach Xavi Mascaro hatte dafür eine einfache Erklärung: „Wir sind defensiv viel besser als zum Start der Saison, obwohl wir am Ende wieder kämpfen mussten.“ Der 26-Jährige lag mit seiner Mannschaft auf Platz zwei der West-Gruppe hinter den Wörthersee Piraten, der Blick richtete sich weiter Richtung Spitze.