Schwazer Handballer lieben die Spannung


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Wer in diesen Septembertagen auf der Suche nach Spannung an den Wochenenden war, hätte bei den Schwazer Handballern die richtige Adresse gefunden. Nach der sehr knappen und unglücklichen 28:29-Heimniederlage zum Auftakt gegen Linz hatten die Tiroler auswärts bei Bärnbach den Spieß umgedreht und mit einem 25:24-Erfolg im Gepäck die Heimreise angetreten.

„Damit hätten wir das Auswärtsthema auch gleich erledigt“, erinnerte Trainer Christoph Jauernik daran, dass man in der Vorsaison nach einer Niederlagenserie monatelang auf den ersten Sieg in der Fremde warten musste. Lange warten mussten die Spieler, der Trainer und Fans dann eine Woche später auf den ersten Heimsieg, denn beim 37:36 gegen die BT-Füchse war der entscheidende Treffer für die Tiroler erst 31 Sekunden vor Spielende durch Philipp Joachimsen gefallen.

„Wir sind überglücklich über den Sieg. Nur die Art und Weise, wie wir gewonnen haben, kann uns nicht glücklich machen“, meinte Emanuel Petrusic, der vier Treffer beigesteuert hatte. Gemeint waren dabei die knappen und nervenaufreibenden Erfolge: „Du willst nicht jede Woche plus eins gewinnen. Wir konnten uns nicht stabilisieren. Aber wir nehmen den Sieg am Ende sehr gerne mit.“

Im traditionellen, stets sehr emotional geführten Westderby bei den Roten Teufeln in Hard wäre Petrusic wahrscheinlich mit einem „Plus-1-Erfolg“ mehr als nur zufrieden gewesen. Aber die Vorarlberger hatten da etwas dagegen, stellten schon vor der Pause (14:12) die Weichen frühzeitig auf Sieg und gewannen letztlich klar und auch verdient mit 34:27.