Foto: ANNE-CHRISTINE POUJOULAT
Tadej Pogacar allein unterwegs - die erste Bergetappe in den Pyrenäen war zu einer Machtdemonstration des Slowenen geworden / Foto: www.imago-images.de
Felix Gall (vorne, in Blau) meisterte den großen Druck, hielt auf allen steilen Anstiegen lange mit und fuhr völlig zu Recht an die Weltspitze / Foto: MARCO BERTORELLO
Das Siegerbusserl von seiner Frau hatte er sich redlich verdient, der souveräne Dominator der Tour de France 2025 / Foto: YOAN VALAT
Während der Slowene Tadej Pogacar überlegen zu seinem insgesamt vierten Gesamtsieg bei der Tour de France ins Ziel in Paris „radelte“, durfte sich der Osttiroler Felix Gall (Bild 1, in Blau), der vor zwei Jahren die Königsetappe gewonnen hatte, als Gesamt-Fünfter über sein bisher bestes TdF-Ergebnis freuen. In der seit 1903 ausgetragenen Rundfahrt war erst ein Österreicher besser platziert als der Decathlon-Kapitän, nämlich Adolf Christian als Dritter 1957.
Heuer war die letzte Etappe wegen des Regens und der dadurch rutschigen Straßenverhältnisse in der französischen Hauptstadt etwa 50 Kilometer vor dem Ziel neutralisiert worden. Damit hatte Pogacar das Gelbe Trikot wie 2020, 2021 und 2024 schon vor dem hektischen Finale fixiert. Was den Slowenen aber nicht daran hinderte, sich trotz des nassen Untergrunds – ganz gegen die traditionelle Regel – in den Kampf um den Etappensieg einzubringen. Seine letzte Show. Der Weltmeister, mit vier Etappensiegen nach Paris gekommen, attackierte auf den Anstiegen hinauf zur Basilika Sacré-Cœur und reduzierte das Fahrerfeld mehrmals. Sechs Kilometer vor dem Ziel ging Klassiker-Spezialist van Aert mit Pogacar mit und holte den Etappensieg. Hängte den Bergspezialisten sogar entscheidend ab. Pogacar verabschiedete sich mit einem vierten Platz.
Nach der Enttäuschung im Vorjahr übertraf der Osttiroler Felix Gall in diesem Jahr alle Erwartungen. Egal, ob es Routine, der neue Mentalcoach oder die unangefochtene Leader-Rolle war: Am Ende stieg der 27-jährige Kapitän des Decathlon-AG2R-Teams als Gesamt-Fünfter so gut wie noch nie bei der Tour de France vom Straßenrad.



