Staffel als Hoffnung


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Es war eine läuferisch starke Abschlussleistung, doch am Ende waren vier Schießfehler eindeutig zu viel, daher musste sich Lisa Hauser (Bild 2) zum Abschluss der Biathlon-WM in Lenzerheide mit Rang 12 im Massenstart zufriedengeben. Es war der Schlusspunkt hinter einer WM, die für Österreichs Athlet*innen ohne Medaille verlief und damit wie befürchtet zum Spiegelbild der Weltcupsaison geworden war. Der 31-jährigen Lisa fehlten bei schweren Loipenbedingungen 1:09,2 Minuten auf die siegreiche Schwedin Elvira Öberg. Bei den Männern holte Superstar Johannes Thingnes Bö in seinem letzten WM-Rennen Bronze.

Für Hauser war es am Tag nach dem überraschenden vierten Platz mit der ÖSV-Frauenstaffel das beste Einzelergebnis bei den erstmals in der Schweiz ausgetragenen Titelkämpfen. Die Massenstart-Weltmeisterin von 2021 hatte im ersten Anschlag bereits zweimal danebengeschossen. „Das war einfach zu viel und ich lag dann immer ein bisschen zurück“, so Hauser. Im Medaillenspiegel dominierte Frankreich mit sechs Goldenen und insgesamt 13 Medaillen vor Norwegen (4 x Gold). Österreich blickte nach dem Nuller in die Zukunft und baute dabei vor allem auf den starken vierten Rang der ÖSV-Staffel der Damen. Lea Rothschopf, Lisa Hauser, Tamara Steiner und Anna Andexer (Bild 1) sorgten damit für die beste WM-Platzierung einer ÖSV-Damen-Staffel überhaupt. Auf Bronze fehlten lediglich 5,6 Sekunden.

Tiefpunkt aus Tiroler Sicht war die Erkrankung von Anna Gandler: Die Kitzbühelerin reiste nach Rang 33 im Sprint mit hohem Fieber ab und musste sogar kurzzeitig ins Krankenhaus.