Was für ein Lebenszeichen der kanadischen Abfahrer! Der 27-jährige Super-G-Weltmeister James Crawford hatte mit seinem Überraschungs-Coup vor 45.000 Ski-Fans in der Streif-Abfahrt eine über 40 Jahre lange dauernde kanadische Durststrecke (zuletzt siegte 1983 Todd Broker) beendet. Heuer reichten Crawford am Ende 0,08 Sekunden, um den Schweizer Alexis Monney noch abzufangen. Rang drei schnappte sich mit Cameron Alexander ein weiterer Kanadier.
„Von diesem Sieg habe ich immer geträumt. Unser Team hat viel Potenzial. Das beweist das“, meinte Crawford nach seinem ersten Weltcupsieg. Die Freude war groß nach dem Erfolg, den er auch seinen Vorgängern, den einst legendären „Crazy Canucks“, widmete. Da ging die starke Fahrt von Daniel Hemetsberger, der auf Rang vier gerast war, fast unter, ebenso wie der achte Platz von Stefan Babinsky.
Und zum Abschluss die große Frage: Würde Manuel Feller endlich (Bild 1) – so wie James Crawford – seinen großen Traum vom Triumph vor der Haustür realisieren können? Ein schwerer Fehler im zweiten Durchgang besiegelte das klare Nein. „Es will einfach nicht sein. Ich fahre hier nie zufrieden weg“, schnaufte der schwer enttäuschte Fieberbrunner (Platz 9). Am Ganslern siegte dafür der Franzose Clement Noel (Bild 2) vor dem Südtiroler Alex Vinatzer und Lucas Pinheiro Braathen. Die weiteren Österreicher? Marco Schwarz wurde beim Kitz-Comeback Sechster, Fabio Gstrein (Bild 3) Achter.






