Früher einmal, da hatten sich zum Spitzenspiel der österreichischen Volleyball-Liga zwischen dem HYPO Volleyballteam Tirol und einzigen ersthaften Rivalen, Aich/Dob aus Kärnten, die Hallen gefüllt, egal ob am USI oder in der Olympiaworld. Die Realität 2025 ist traurig – gerade einmal 364 Zuschauer*innen hatten sich in diesem Jänner 2025, zum allerletzten Gastspiel der Kärntner in die Olympiahalle verirrt. Eine für Spitzensportler*innen ernüchternde, beschämende Kulisse. Da vermochte nicht einmal der souveräne 3:1-Erfolg der Gastgeber*innen die Mienen bei den Verantwortlichen rund um Hannes Kronthaler etwas aufzuhellen. Wohl wissend, dass Tirol und die Zuschauer*innen ein ganz eigenes Kapitel in der faszinierenden Welt des Spitzensports darstellen. Letztlich kämpft nicht nur der heimische Volleyballsport um Aufmerksamkeit. Bis auf den HC-Innsbruck (Eishockey) und die SWARCO Raiders (Football) können auch andere Spitzenclubs nicht mit einem harten Kern jede Woche rechnen.
TI-Axess-volley-Obmann Michael Falkner glaubt einen der Gründe dafür zu kennen. „Du trittst bei uns als Sportclub stets mit der Natur und den Bergen in Konkurrenz. Wenn du aufstehst und die Sonne scheint, lacht dich die Nordkette vor der Haustüre an.“ Und da wäre noch die Sache mit den Sport-Streams: „Die Zuschauer*innen-Kultur hat sich gewandelt. Durch die Streaming-Möglichkeiten musst du nicht mehr außer Haus gehen, keinen Parkplatz suchen oder überlegen, was du anziehst.“
Nicht völlig unbeeindruckt davon spulten sowohl die TI-Damen wie auch die HYPO-Herren ihr Meisterschaftsprogramm ab. Sowohl die Mädels mit Kapitänin Martyna Walter (Bild 2) waren beim 3:0 gegen die Wildcats aus Klagenfurt eine Klasse für sich als auch Pedro Francis mit der HYPO-Truppe, die nach dem 3:1 gegen Aich/Dob auswärts auch St. Pölten mit 3:0 abfertigte.





