Wie lautet doch ein altes Sprichwort? „Wenn du kein Glück hast, kommt oft Pech auch noch dazu.“ Wie maßgeschneidert für die Innsbrucker Haie, die sich nach der eher unglücklichen 1:3-Niederlage gegen Titelanwärter Salzburg am Neujahrstag auch gegen Tabellenführer Bozen knapp geschlagen geben mussten. Vor rund 2500 Fans war jedenfalls in der TIWAG-Arena zumindest im ersten Drittel kaum ersichtlich, dass der Letzte gegen den Ersten spielt, ehe Ex-Hai Simon Bourque 9 Sekunden vor Drittelende die Südtiroler mit 1:0 in Führung brachte. Ein Dämpfer logisch, aber als Corey Mackin nach 27 Minuten tatsächlich zum 1:1 getroffen hatte, keimte leise Hoffnung, die erneut Bourque mit seinem zweiten Treffer zunichtemachte. Dank großem Kampfgeist hatten sich die Nordtiroler auch vom 1:3 nicht einschüchtern lassen, verkürzten tatsächlich noch einmal durch Ryan Valentini zum 2:3, ehe ein „Empty Net Goal“ den Gästen das 4:2 sicherte. Eine Niederlage, die schmerzte, wie auch jene gegen den KAC, dessen Stars beim 3:0-Erfolg gegen die Haie vor dem Tor kaltschnäuziger ihre Chancen nützen und gleichzeitig die Chancen des HCI auf einen Top-Ten-Platz fast aussichtslos vergrößerten.
Umso unverständlicher, dass trotz der Negativserie und obwohl der Zug für die Pre-Play-offs bei mittlerweile 14 Punkten Rückstand auf Platz zehn wohl längst abgefahren ist, dennoch der Vertrag von Trainer Jordan Smotherman vorzeitig verlängert worden war. Ein Schachzug, der vielerorts für Kopfschütteln sorgte und mit dem 9:2-Erfolg bei Asiago auch nur kurzfristig fruchtete. Aber immerhin – nach sieben Niederlagen in Serie war dieser Auftritt gegen die Italiener ein kleines Lebenszeichen dafür, dass sich die Haie in den noch ausstehenden Partien nicht kampflos aufgeben werden. Und auch ein persönliches Erfolgserlebnis für den jungen Elias Stöffler, der mit zwei Assists beim Schützenfest sein Talent eindrucksvoll bewies.





