11 Hundertstel fehlten Raphael


Foto: APA/AFP/Joe Klamar Foto: APA/AFP/Joe Klamar Foto: GEPA pictures/Mathias Mandl Foto: GEPA/Mandl Foto: APA/AFP/Joe Klamar Foto: GEPA/Mandl Foto: GEPA pictures/Wolfgang Grebien

Ein Hahnenkammwochenende – noch dazu als Generalprobe vor einer Heim-WM –, da ist es nachvollziehbar, dass die Skiwelt Kopf steht, Millionen an den TV-Geräten mitfiebern und diesmal rund 81.000 begeisterte Fans aus aller Welt nach Kitzbühel gelockt wurden. Niemand wurde enttäuscht, abgesehen vielleicht von den Verantwortlichen im ÖSV, die sich doch mehr, wie ein Podest erhofft hatten. Dafür jubelten die Schweizer*innen (am ersten Tag im Super-G, die „Crazy Canucks“ am Samstag und zu guter Letzt dann auch noch die Franzosen und Französinnen.

Doch der Reihe nach – gleich zum Start sorgten die Schweizer*innen für mächtig Stimmung, einmal mehr dem großartigen Marco Odermatt (Bild 4) geschuldet, der seinen ersten Sieg auf der Streif einer unglaublich spektakulären Fahrt verdankte. Und dann dennoch zittern musste, als der Tiroler Raphael Haaser (Bild 1) seinen Angriff auf „Odi“ startete. Was dem Tiroler im Ziel als Erstes durch den Kopf ging? „Dass ich lieber Erster wäre“, schmunzelte er angesichts des knappen Rückstandes auf den Schweizer.

Zum Tagesgespräch neben dem Hundertstel-Krimi avancierte allerdings die Serie von schweren Stürzen. Allen voran schockierte der Ausfall von Frankreichs  Ski-Star Alexis Pinturault (Bild 5). Der 33-jährige frühere Gesamtweltcupsieger hatte sich bei einem Sturz einen Bruch des oberen Teils des Schienbeinkopfs zugezogen. Besonders dramatisch: Ehefrau Romane stand mit Tochter Olympe (1 Jahr alt) am Arm im Ziel.