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Wacker ließ die Hütteldorfer gleich zweimal leben / Foto: Parigger

Naivität kostete Sieg gegen Rapid

Der Sieg gegen Mattersburg hatte für eine breite Brust beim FC Wacker gesorgt, im Grün-Schwarzen Lager strotzte man nur so von Optimismus vor dem Gastspiel der Hütteldorfer in Innsbruck, diesmal sollte – seit dem Wiederaufstieg 2004 – der erste volle Erfolg gegen einen Wiener Klub gelingen. Fast 10.000 Fans hatten sich als Zeitzeugen eingefunden. Tatsächlich schien der Plan aufzugehen, 79 Minuten lang führten die Tiroler als besseres Team verdient mit 2:1, waren dem dritten Tor viel näher als Rapid dem Ausgleich und dennoch blieb am Ende mit dem 2:2 nur ein Punkt und die Erkenntnis, dass ein Foul erst dann ein Foul ist, wenn der Schiedsrichter pfeift.

 

Rapid jedenfalls war bis zur 79. Minute so sehr mit seinen Unzulänglichkeiten beschäftigt, dass es ohne Hilfe nie den Ausgleich erzielt hätte. Bis just die sonst so starke Wacker-Defensive ihre Hilfe anbot: Das selbstproduzierte Unglück begann mit Hannes Eder. Der blieb nach einem Zweikampf mit Bilic am Boden liegen. Ab da blickten Kolousek, Grüner, Schrott nicht mehr auf den ballführenden Bilic. Sondern auf Schiri Gangl. Bittend, fordernd: „Pfeif doch!“ Aber Gangl pfiff nicht. So kam Vorisek nach Bilic-Vorlage zum Schuss und Hlinka zu einem Abstauber-Tor. Ein Tor, zu dem Wacker in Eigenregie die Vorarbeit geleistet hat. Wacker-Coach Straka hielt es danach mit der Sündenbock-Philosophie: „Der Schiri ist schuld!“

 

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